Danach änderte der uigurische Nationalkongress seine Haltung. Gemeinsam mit anderen Gruppen einen Boykott zu fordern, ist der Organisation letztlich aber nicht leicht gefallen - Boykotte sind schwierig durchzusetzen, bei Athletinnen und Athleten extrem unpopulär und können - wie im Fall von China - auch politische Folgen haben. Auf DW-Anfrage verteidigt das IOC seine Position: "Das IOC tritt immer für Menschenrechte ein, die sowohl in der Olympischen Charta, als auch im Ethikkodex des Komitees verankert sind", heißt es in dem schriftlichen Statement. "Wir sind dafür verantwortlich, die Einhaltung der Olympischen Charta in Bezug auf die Olympischen Spiele sicherzustellen und nehmen diese Verantwortung sehr ernst."
Gleichzeitig habe das IOC weder das Mandat noch die Fähigkeit, die Gesetze oder das politische System eines souveränen Landes zu ändern. Dies müsse zu Recht die legitime Rolle von Regierungen und entsprechenden zwischenstaatlichen Organisationen bleiben.
Das IOC zieht sich damit auf eine politische Minimalposition zurück. Für Menschenrechtler ist das wohl noch mehr Ansporn, sich für einen Boykott von Peking 2022 einzusetzen. IOC司马这事完了